Eine Geschichte von Spaß, Tradition und Sportsgeist

„Einfach mal wieder Fußball spielen, auf großem Platz und mit guten Toren“ sagten sich im Sommer 1994 zwei ehemalige Schüler des Abiturjahrgangs 1988. Schnell fiel der Gedanke auf die frühere Schule, die große Sporthalle und den Sportlehrer Joachim Noack mit seiner Schülermannschaft des Gymnasium am Neandertal. Ein Duell einiger Ehemaliger gegen die Schüler, das hatte Reiz. Noch mehr Reiz hatte es aber, sich auch mit anderen Ehemaligen zu messen. Der Fußball-Memory-Cup war geboren.

1995 startete das Turnier mit 4 Mannschaften. Die im weiten Umkreis einzigartige Idee verbreitete sich so rasant, dass sich nach nur wenigen Jahren bis zu 16 Mannschaften mit mehr als 100 Spielern angemeldet haben. So wurde das Fußballturnier der ehemaligen Abiturjahrgänge früh zur bekannten Institution des Gymnasiums und fand als markantes Ereignis regelmäßig Anklang in der Tagespresse.

Der letzte Samstag im September, traditionell schon immer der Spieltag des Turniers, wurde zur festen Größe in der jährlichen Terminplanung der Ehemaligen, dies nunmehr seit 23 Jahren. Aus ganz Deutschland kommen sie an diesem Tag, um Fußball zu spielen und mit früheren Freunden, Mitschülern und Lehrern über alte Zeiten zu reden, an einem besonderen Ort, der einstigen Schule.

Unvergessen sind die Eindrücke, nach vielen Jahren wieder die alte Schule zu betreten und tief in den Dunst der Jugenderinnerungen einzutauchen. Und doch die Gewissheit zu haben, morgen nicht wieder kommen zu müssen.

Unvergessen sind die kurzen und längeren Gespräche auf der Tribüne und dem Schulhof, die mit Freunden, früheren Mitschülern und alten Bekannten über Erinnerungen aus der Schulzeit geführt wurden.

Unvergessen ist der über 70 Jahre alte Schiedsrichter Herr Wisskopp, der sich in den ersten 12 Jahren ehrenamtlich und mit großer Freude die Samstage um die Ohren schlug und ein Spiel nach dem anderen pfiff. Nur zufällig auf Ballhöhe. Immer freundlich und besonnen. Vom alten Schlag eben. Er hatte es leicht. Gute Spiele regeln sich von selbst.

Unvergessen auch die gestandenen Recken des ältesten Spielerjahrgangs ABI 1978/79/80, die wie keine anderen den Geist des Memory-Cups verkörpern und von der ersten Stunde an kein einziges Turnier verpasst haben.

Urgesteine wie Uwe Riegel, Roger Hoffmann, Rainer Götz, Jochen Pick, Meinhard Sünkeler und Peter Michels treten seit nunmehr 23 Jahren gegen weitaus jüngere Jahrgänge an, kämpfen, holen alles aus den betagten Körpern heraus und fügen sich nach spektakulärer Darbietung mit Fairness und überlegener Gelassenheit in die Grenzen ihres Alters.

Zu wissen, es wird nicht bis zum Ende reichen. Und trotzdem mit Spaß und Elan immer wieder anzutreten. Die schweren Knochen noch ein weiteres Jahr hinhalten. Das ist großer Sportsgeist. Das ist die schöne Tradition, die den Fußball-Memory-Cup ausmacht und zu einer so einzigartigen Veranstaltung werden lässt.

Dabei ging die Gleichung, nur die jungen, laufstarken Jahrgänge fahren alle Siege ein, viele Jahre lang keineswegs auf. Im Gegenteil waren es gerade die älteren, erfahrenen Mannschaften wie die ABI – Jahrgänge 1984, 1986 und 1992, die sich am Ende durchsetzten und den Sockel des Wanderpokals zahlreich mit ihren Gravuren verzierten.

Ball und Gegner laufen lassen. Mit Auge und Stellungsspiel die Erfahrung nutzen. Die Räume geschickt eng machen. Keine unnötigen Wege gehen. Im richtigen Augenblick zuschlagen. Miteinander, nicht nebeneinander spielen. Dies hatten die Alten den jungen Wilden viele Jahre voraus. Und die Erkenntnis, dass es nicht um das Gewinnen geht, denn gewonnen hat schon, wer als Spieler an diesem Turnier teilnimmt.

Besonderer  Dank  gilt:

Herrn Joachim Noack, der als Sportlehrer von Anfang an das Turnier maßgeblich mitgestaltet hat. Dem Gymnasium am Neandertal und seinen Direktoren, die 23 Jahre lang dieses Turnier unterstützt haben und stets erlaubten, mit einem Lederball zu spielen.

Allen Spielern, Zuschauern und sonstigen Mitgestaltern, die jedes Jahr zu einem schönen Ereignis werden ließen.

Lehrern wie Herrn Heublein, Herrn Schmidt und Herrn Hankammer, die viele Jahre in ihrer Freizeit an der Seitenlinie die Spielpläne umgesetzt, schöne Tore kommentiert und die Zeit genommen haben. Den Hausmeistern, die für Bier und rustikale Kost sorgten.

Den jungen Schülern und Eltern, die auch Kaffee, Kuchen, Waffeln, Salate und belegte Brötchen bereitstellten.

Der Schiedsrichtergeneration nach Herrn Wisskopp, die sich von seiner Zuverlässigkeit, Bescheidenheit und Einsatzbereitschaft eine ganz dicke Scheibe abschneiden kann.

Den Jungen, die immer älter werden und den Geist des Turniers weiter tragen. Wenn sie ihn verstanden haben.

Rainer Hellstern / René Menk

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