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Forscherwoche 2026 am Ammersee-Gymnasium vom 9. – 13. Februar 2026
Im Februar fand am Ammersee-Gymnasium (ASG) die 26. Forscherwoche statt, zu der drei Schulen je zehn ihrer naturwissenschaftlich besonders interessierten Schülerinnen und Schüler entsandten. Neben dem ausrichtenden Ammerseee-Gymnasium kamen Jungforschende vom Gymnasium am Neandertal und der Deutsch-Norwegischen Schule Oslo, um wissenschaftliche Vorträge zu hören, Industriebetriebe kennen zu lernen und Praktika an Forschungseinrichtungen zu absolvieren.
Auftakt der Forscherwoche war ein öffentlicher Vortrag von Professor Christian Holler zum Thema „Unsere neue Energiewelt: Welche Chancen sie uns eröffnet“, zu dem fast 200 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, ihre Eltern und die interessierte Öffentlichkeit erschienen.
Ein Klebepraktikum absolvierten die Jungforschenden am ersten Tag der Forscherwoche bei der Firma Delo Industrie Klebstoffe. Dazu stellten sie einen eigenen Klebstoff nur aus Stärke und Wasser her und verglichen ihn mit einem Bastelklebstoff und einem Spezialklebstoff der Firma.
Am Supernova der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Garching erkundeten die Schülerinnen und Schüler mit einer kleinen Satellitenschüssel (Mini-APEX-Teleskop) die Geheimnisse einer hinter einem Schirm verborgenen Infrarotquelle. Auch hier wurde betont, dass Deutschland dringend Ingenieure benötigt, die eine solche Forschung erst ermöglichen. In der hochinteressanten Ausstellung im Supernova informierten sich die Jungforschenden über die Energieproduktion der Sonne, Supernova-Explosionen, Schwarze Löcher, Exoplaneten oder Dunkle Materie – alles allgemeinverständlich dargestellt. Abgerundet wurde der Tag durch die Planetariumsvorstellung „5000 Augen: Das Universum mit DESI kartieren“. Am gleichen Abend berichteten drei Wissenschaftler von ihrer Forschung und ließen sich bewerten. Zum Sieger des Slams kürte das Publikum den ehemaligen ASG-ler Jannes Rückel, der über die Entdeckung von Phosphor, die Gefahren, die von diesem reaktiven Stoff ausgehen und seine heutigen Verwendung für Dünger, Waschmittel und Säuerungsmittel von Getränken referierte.
Am Donnerstag experimentierten die Jugendlichen mit Lasern im PhotonLab des Nobelpreisträgers für Attosekundenphysik von 2023, Prof. Ferenc Krausz vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Nachmittags erarbeiteten sich die Jugendlichen im ix-quadrat der mathematischen Fakultät in Garching selbst spannende mathematische Geräte oder Phänomene.
Voller Eindrücke und mit neuen Bekanntschaften traten zwei der drei Schulen die Heimreise wieder an. Mithilfe der Forscherwoche, die großzügig von Sponsoren unterstützt wurde – sowohl aus Dießen am Ammersee als auch vom Gymnasium am Neandertal und vom Fonds der Chemischen Industrie – kamen die Schülerinnen und Schüler mit wissenschaftlicher Forschung in Kontakt. Auch die sieben betreuenden Kolleginnen und Kollegen hatten eine spannende Zeit und eine ausgesprochen motivierte Gruppe erlebt.
