Weimar 2024

Gedenkstättenfahrt der 10. Klasse 2024 

In der Woche vom 15. bis zum 19. Januar 2024 war die 10. Jahrgangsstufe jeweils 3 Tage auf Gedenkstättenfahrt. Dabei besuchten die Klassen die historische Stadt Weimar sowie die naheliegende Gedenkstätte ,,Buchenwald‘‘. Innerhalb von 7 Stunden  wurde dieses ehemalige Konzentrationslager besucht, wobei mehrere Pausen gemacht wurden. Diese waren bei der großen Menge an gewonnen Informationen effizient gelegt. Durch den lobenswerten Rundgang des Tour-Guides gewannen die Klassen historisch wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen. Vor allem in Erinnerung geblieben ist jedem die Kälte, welche die historischen Geschehnisse auf dem Ettersberg unvorstellbar machten. 

Im Geschichtsunterricht der 10. Klasse wird das Thema des Nationalsozialismus ausführlich bearbeitet, sodass auch bezüglich der Gedenkstättenfahrt viele Vor- und Nachbereitungen gemacht werden. So besuchten die Schülerinnen und Schüler außerdem im Dezember die Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf. Dort haben sie sich intensiv mit den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auseinandergesetzt. Nach diesen und mehr Vorbereitungen auf die Gedenkstätte ,,Buchenwald‘‘ hat das Thema Kälte an die ehemaligen gefangenen Opfer erinnert, welche bei vergleichbaren Temperaturen in hauchdünner Kleidung stillstehen bzw. hart arbeiten mussten. Gesehen haben die Klassen auf dem Gelände neben der damaligen SS-Kasernen beispielsweise auch das Lagertor oder den Arrestzellenbau. Außerdem durften die Schülerinnen und Schüler sich selber frei umzusehen und beispielsweise das interaktive Museum besuchen. Einen besonders tiefen Eindruck hinterlassen hat die Gedenkplatte am ehemaligen Appellplatz. Mit den eingravierten Namen von über 50 Nationen und Verfolgtengruppen gedenkt sie an die Menschen, die zu Opfern Buchenwalds wurden. Durch ihre erhitzte Oberfläche auf 36,5 Grad Celsius symbolisiert sie die menschliche Körpertemperatur und soll ein eindrucksvolles Symbol dafür sein, was alle Gruppen vereint: ihre gemeinsame Menschlichkeit. 
 
Außerhalb der Gedenkstätte bekamen die Klassen viel Freizeit. Diese wurde mit Beschäftigungen wie dem eigenständigen Besichtigten der Stadt oder dem Einkaufen in den vielen Geschäften gefüllt. Die Jugendherberge (,,Germania‘‘) befindet sich nur wenige Minuten von dem Stadtzentrum entfernt, was den Schülern und Schülerinnen auch abends noch Stadtaufenthalte ermöglichte. 
 
Die Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald bietet nicht nur die Möglichkeit, geschichtliche Erkenntnisse zu gewinnen, sondern trägt auch zur Aufklärung und zur Erinnerung an die Leidtragenden bei. Der Besuch solcher Gedenkstätten macht auf die Grausamkeit der Vergangenheit aufmerksam und fördert das Verständnis für die Bedeutung von Menschenrechten und Toleranz. In einer Zeit, in der Diskriminierung und extremistische Ideologien immer noch existieren, ist der Besuch von Gedenkstätten wichtig zur Förderung einer toleranten Gesellschaft. Zusammenfassend war diese eine gelungene Gedenkstättenfahrt und sollte auch in Zukunft weiterhin gefördert werden. 
 
(von Natalia Suchorski, 10a)